POF Reflection Meter

 

Das POF Reflection Meter enthält einen 1×2 Splitter mit sehr hoher Crosstalk Dämpfung.
Wird ein möglichst gut endflächenpräpariertes POF Kabel angeschlossen, entsteht dennoch zunächst ein Übersprechen durch Reflexion an der Kabelanschlußstelle und von der Gegenseite des Kabels. Dieses Übersprechen liefert keine Information über das zu messende Signal und muß daher bei der Nulljustierung aus dem Meßwert entfernt werden. Jede weitere Veränderung der Reflexion z.B. durch die Bewegung eines kleinen Spiegels am Kabelende wird als Signal gemessen und angezeigt.

 

POF Reflection Meter

POF Reflection Meter

Wie gezeigt wurde, ist mit diesem Sensor die präzise Erfassung von Vibrationen eines kleinen Spiegels am Kabelende mit Frequenzen von 50Hz möglich. Der Sensorkopf am Kabelende besteht aus nicht metallischen, stromlosen Bauteilen und kann ohne Probleme in Umgebungen mit hoher EMV Belastung untergebracht werden. Getestet wurde bislang eine Kabellänge von 70m, größere Längen sollten machbar sein.

 

Um ein möglichst großes Meßsignal im Vergleich zum Übersprechen zu erhalten, ist es sinnvoll, die Endflächen des POF Kabels sehr sorgfältig zu präparieren. Ein Naßpolitur mit feinster Körnung ist anzuraten, wenn es auf höchste Signalgenauigkeit ankommt.

 

 

 

Beschreibung:

  • Im Transceiverteil kommt wahlweise eine rote LED (650nm) oder eine grüne LED (520nm) zum Einsatz, die im Betrieb bei 20mA eine Sendeleistung von +6dBm@650nm bzw. +4dBm@520nm in eine POF einkoppeln. Da durch die Sensorelektronik das Sendesignal moduliert wird, können diese Leistungen am Gerät nicht gemessen werden.
  • Zur Vermeidung des Streulichteinflusses auf das Sensorsystem wird die durch Streulichteinfluß erzeugte optische Leistung im System gemessen und der Meßwert automatisch entsprechend korrigiert.
  • Zur Nulljustierung befindet sich am Sensor ein Taster; wird er gedrückt, wird die aktuelle Empfangsleistung am Photodetektor als 0dBm angesehen und jeder künftige Meßwert auf diese Empfangsleistung bezogen. Auf diese Weise können durch Nebensprechen (Crosstalk) im System verfälschte Werte korrigiert werden. Auch ist es so möglich, eine durch langsame Drift, z.B. bedingt durch Temperaturschwankungen, erzeugte Meßwertveränderung ab einem bestimmten Zeitpunkt auf Null zu setzen.
  • Jedes Gerät hat ein kleines LCD Display, welches die Ablesung der vor Ort gemessenen Signal möglich macht. Es zeigt an,
    • welche optische Leistung von der modulierten Sendequelle am Empfänger ankommt (normalized received optical signal),
    • um welchen Betrag die optische Leistung nach Nulljustierung korrigiert wird (normalization value),
    • die optische Leistung nach erfolgter Korrektur um den bei der Nulljustierung ermittelten Wert (normalization value), und
    • die durch Streulichteinflüsse erzeugte optische Leistung am Photodetektor (DC photo current).
  • Alle gemessenen Signal sind mit höherer Genauigkeit und deutlich verbesserter Zeitauflösung über eine USB Schnittstelle am PC zu messen. Mit Programmen wie z.B. MakerPlot™ für Windows kann der Datenstrom zeitlich und wertmäßig so aufgelöst werden, daß die gewünschte Sensorinformation klar dargestellt wird.
  • Die Stromversorgung erfolgt mit 5V über die USB Schnittstelle.
  • Zur Ankopplung der POF Lichtwellenleiter sind FSMA Buchsen vorgesehen. Der eingeschraubte FSMA Stecker koppelt an eine 1mm Standard POF mit NA = 0.5 an. Nimmt man die ca. 6 dB Koppelverlust am Sender in Kauf, können auch 0.5mm POF Kabel verwendet werden.