Datenübertragung mit POF (Polymere optische Faser)

 

Skizze: Brauche ich ein Heimnetzwerk?

  • Sie möchten Internetdaten, E-mail, Telefon (VoIP) und TV über ein gemeinsames Datennetz im Haus oder der Wohnung übertragen?

  • Das Datennetz soll gleichzeitig auch zur Verteilung der TV Signale einer Satellitenanlage geeignet sein?

  • Und Sie haben Probleme mit WLAN oder der stromnetzgebundenen Datenübertragung (plc) im Haus?

  • Auch die Nachverlegung von geschirmten Kupferkabeln kommt wegen des notwendigen Aufwands nicht in Frage?

 


POF - Anschlüsse in Wohnung und Haus

Dann könnte die Installation eines auf

POF basierenden Datennetzes

die Lösung für Ihr Heimnetzwerk sein.

 

 


Neu:

Seit 29.05.2017 können POF vernetzte Gebäude zertifiziert werden mit dem silbernen Gütesiegel Breitband.

 

Die Anforderungen an das Breitbandgütesiegel Silber sind in dem Dokument der dibkom (download hier) festgelegt.

 

 


Was ist die „POF“:

Die Abkürzung POF steht für „Polymere optische Faser“. Es handelt sich um einen optischen Lichtwellenleiter, der jedoch nicht wie die bekannte Glasfaser aus dem Material Glas, sondern aus einem transparenten, 1mm dicken, flexiblen Kunststoff besteht. Durch Totalreflexion werden die Lichtstrahlen am Rand des Kerns der POF reflektiert, das Licht wird in der Faser geführt und es liegt ein optischer Lichtwellenleiter vor. Im Vergleich zur Glasfaser hat die POF den Vorteil der wesentlich einfacheren Verleg- und Konfektionierbarkeit:

  • Die POF kann durch einen einfachen Schnitt mit einer scharfen Klinge abgetrennt werden und ohne weitere Nachbearbeitung in den elektro-optischen Wandler eingeschoben und  festgeklemmt werden. Die Politur der Endfläche des Kerns und die aufwendige Qualitätsprüfung, wie bei Glasfaserkabeln erforderlich, ist nicht notwendig.

POF-Kabel Typen

POF-Kabel Typen (v.l.n.r.): Bare Fiber, Simplex 2.2mm, Duplex 1.5mm, Duplex 2.2mm

  • Die POF kann auf verschiedene Arten zu einem POF -Kabel verarbeitet werden. Der eigentliche Lichtwellenleiter mit 1mm Durchmesser (im Bild rechts ist das der hell leuchtende Lichtkreis im Innern des Kabels) kann ohne weitere Umhüllung als Simplex-Kabel verwendet werden (Bild ganz links), er kann mit einem 2.2mm dicken Mantel aus Kunststoff geschützt werden (Bild 2. Kabel von links), oder man verbindet 2 POF Adern zu einem Duplex-Kabel, wobei eine POF Ader zur Hin- und die andere Ader zur Rückleitung der Daten vorgesehen ist (Bild Kabel rechts). Duplex-Kabel gibt es wiederum mit 1.5mm und 2.2mm Schutzmantel um jede Ader, so daß Duplex-Kabel einen Gesamtquerschnitt von 1.5mm x 3mm oder 2.2mm x 4.4mm haben. Jeder POF-Kabel Typ wurde für eine spezielle, maßgeschneiderte Anwendung entwickelt. Die Installationstechnik der passiven und aktiven Anschlußbauteile muß der verwendeten Kabeltype angepaßt werden.
  • Die POF kann sehr einfach verlegt werden. Dies zeigen die folgenden Beispiele:

 

Ist die Entscheidung für den Typ eines POF Kabels gefallen, – Duplex-Kabel 2.2mm oder Duplex-Kabel 1.5mm, Simplex-Kabel 2.2mm oder Simplex-Kabel Bare Fiber -, müssen zum Aufbau eines optischen Datenlinks nur noch an beiden Enden des Kabels geeignete Schnittstellenwandler angebracht werden, die die elektro-optische Wandlung des Ethernetsignals (Medienkonverter) vornehmen.

Die benötigten Schnittstellenwandler bzw. POF Medienkonverter sind kleine, elektronische  Geräte, die zum Betrieb mit Strom versorgt werden müssen. Sie müssen mitsamt ihrer Stromversorgung in die Infrastruktur eines Gebäudes integriert werden. Dafür gibt es verschiedene, teilweise sehr unterschiedliche Lösungsansätze. Wir stellen im folgenden ein Installationskonzept vor, in dem die POF Medienkonverter grundsätzlich vom Endgerät aus stromversorgt werden.

Die seit ca. 10 Jahren am Markt verfügbaren Systeme für den Aufbau eines POF Heimnetzwerkes setzen fast alle teure, optische Switche im Zentrum des Netzes und über Netzteile im Dauerbetrieb gespeiste Medienkonverter voraus. Mit einem alternativen Ansatz dazu hat DieMount neue Medienkonverter entwickelt, welche durch PPoE (passive Power over Ethernet) ihre Stromversorgung aus dem angeschlossenen Endgerät heraus beziehen. Sie können als Teil des Verbindungskabels zwischen Endgerät und POF verwendet werden. Separate Netzteile werden nicht benötigt und optische Switche können durch preiswerte, elektrische Switche mit PPoE Speisung ersetzt werden. Da die neuen Medienkonverter in ihrer äußeren Form an eine große Zigarre erinnern, erhielten sie den Namen „Cuba“.

Entsprechend den verschiedenen POF-Kabeltypen gibt es Cuba Medienkonverter in verschiedenen Ausführungsformen:

 

Die 3 Ausführungsformen der Cuba Medienkonverter sind:

  • Optospider™ Cuba 650nm simplex: Er ist zum direkten Anschluß an ein Simplex-Kabel vorgesehen. 2.2mm Simplex-Kabel passen direkt in die Aufnahmeferrule. Für Bare Fiber Simplex-Kabel ist ein 2.2mm Kabeljacket auf das Kabelende aufzuschieben. Die Datenübertragung mit dem Optospider™ Cuba 650nm simplex erfolgt im Full Duplex Betrieb mit 100Mbps bidirektional.

  • Optospider Cuba 650nm duplex 1.5mmDieser Medienkonverter ist speziell für 1.5mm Duplex POF Kabel gemacht. Wenn die Primärverkabelung in 1.5mm Duplex Kabel ausgeführt ist, wird er am zentralen Netzwerkknoten eingesetzt.

  • Optospider Cuba 650nm duplex 2.2mmWird in der Primärverkabelung das 2.2mm POF Kabel verwendet, braucht man diesen Medienkonverter am zentralen Netzwerkknoten.

  • Optospider™ Cuba 650nm Pigtail SMI: Der Medienkonverter mit POF Pigtail und SMI Steckerabschluß erlaubt die Sekundärverkabelung von der SMI Aufputzdose hin zum Endgerät. Das weiße Pigtail-Kabel wird im Wohnraum verlegt. Standardmäßig ist es 3m lang. Andere Längen sind auf Anfrage verfügbar.

Verschiedene Szenarien für die Installation des POF Heimnetzes erfordern unterschiedliche Konzepte. So kann man z.B. mit einer Bare Fiber Installation sehr schnell ein leitungsgebundes Netz aufbauen; dieses ist jedoch nicht so robust wie die Installation eines ummantelten POF-Kabels in einem Leerrohr oder in einem Kabelkanal. Grob unterschieden werden können folgende Fälle:

Der jeweilige Link führt auf die detailierte Beschreibung der Szenarien.